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Homocystein: Versteckte Gefahr
im Blut
Risikofaktor Homocystein noch
immer unterschätzt / Hoher Homocystein-Spiegel begünstigt Entstehung
verschiedener Krankheiten / Kontrolle des Wertes ab dem 40. Lebensjahr
wichtig
In letzter Zeit belegen Studienergebnisse
vermehrt gesundheitsschädliche Auswirkungen eines erhöhten Homocystein-Spiegels.
Nach Cholesterin rückt damit ein noch weitaus gefährlicherer Risikofaktor
für die Entstehung von Arteriosklerose und gefürchtete Folgen wie
Herzinfarkt und Schlaganfall in den Mittelpunkt des Interesses.
Rund 15 bis 20 Prozent aller Gefäßkrankheiten lassen sich auf zu
hohe Homocystein-Werte zurückführen. Etwa jeder zehnte Deutsche
über 50 Jahre hat zu hohe Werte, ohne es zu wissen. Auch das Risiko
an Diabetes mellitus, Demenz, Depressionen, Osteoporose und Parkinson
zu erkranken, steigt bei zu hohem Homocystein-Spiegel. Laut neuesten
wissenschaftlichen Erkenntnissen besteht sogar ein Zusammenhang
bei der Entstehung von Karzinomen. Derart vielfältige Erkrankungen
drohen bei einem erhöhten Homocystein-Spiegel, denn dieser ist ein
Hinweis darauf, dass die Zellgesundheit gefährdet ist.
Homocystein: Gefahr für Gefäße und Zellen
Homocystein, die so genannte Alpha-Amino-Gamma-Mercaptobuttersäure,
begünstigt und fördert die Verkalkung und Verstopfung der Gefäße
und wirkt sich negativ auf die Zellgesundheit aus. Homocystein entsteht
während des Stoffwechsels als Zwischenprodukt; der Körper bildet
diesen für die Zellen im Übermaß extrem giftigen Stoff also selbst.
Wenn er schnell wieder in weniger gefährliche Substanzen umgewandelt
oder umgehend abgebaut wird, hat er keinerlei negative Auswirkungen.
Die Vitamine B6, B12 und insbesondere Folsäure sorgen normalerweise
für prompte Umwandlungs- und Abbauprozesse. Bei einem Mangel an
diesen Vitaminen oder bei zu geringer Aktivität der beteiligten
Enzyme funktionieren die nötigen Mechanismen nicht reibungslos,
der Homocystein-Spiegel steigt dramatisch an und schädigt in einer
solch dauerhaft hohen Konzentration die Zellen erheblich. Besonders
betroffen: die Wände der Blutgefäße. Arterien verkalken und das
Blut fließt nicht mehr ungehindert.
Zurück zum Normalwert
Wichtig: frühes Erkennen eines hohen
Homocystein-Spiegels und rechtzeitiger Schutz vor Folgeschäden.
Dafür steht ein aussagefähiger Test zur Verfügung. Im Schwarzwald
MedicalResort Obertal gehört diese Untersuchung des Homocystein-Wertes
bereits seit vielen Jahren zum medizinischen Standard im Rahmen
der Laborkontrollen. Immerhin bestimmten die Ärzte dort seit 1990
bei mehr als 9.000 Patienten den Wert dieser potentiell gefährlichen
Aminosäure und betreiben seit dieser Zeit eine erfolgreiche präventive
wie kurative Behandlungsstrategie gegen die Gefahren der Alpha-Amino-Gamma-Mercaptobuttersäure.
Mit ein wenig Blut kann der Homocystein-Gehalt sehr schnell und
genau bestimmt werden. Ein einziger Funktionsparameter ermöglicht
uns, den Risikofaktor für eine Reihe verschiedener Erkrankungen
zu ermitteln. Mit einer Gefäß-Schutz-Therapie, die Erkenntnisse
aus langjähriger Erfahrung und neuesten wissenschaftlichen Ansätzen
vereint, behandeln Ärzte solche Patienten, bei denen ein zu hoher
Wert festgestellt wurde. Individuell dosierte Injektionen mit einer
Wirkstoffkombination aus Ascorbinsäure (Ascorell), Folsäure (Folarell)
sowie dem Vitamin-Komplex B1, B6 und B12 ( Novirell B1, Novirell
B6 und Novirell B12) senken den Homocystein-Wert innerhalb kurzer
Zeit auf den geforderten Normalwert von unter 10µmol/l, da der Organismus
die giftige Aminosäure nun wieder problemlos umwandeln und abbauen
kann. Damit der Spiegel auch langfristig niedrig bleibt, kommt anschließend
das spezielle Vital-Plus-Konzept, kurmäßig über einen Zeitraum von
30 Tagen, zuhause zur Anwendung. Mit Erfolg: Etwa 90 von 100 Patienten
weisen wieder völlig unbedenkliche Normalwerte auf, vergleichbar
mit dem Zustand zehn bis zwanzig Jahre jüngerer gesunder Menschen.
Schutzfaktor Folsäure
Spätestens ab dem 40. Lebensjahr
sollte jeder Mensch die Homocystein-Konzentration im Blut kontrollieren
und bei einem Wert von über 10 µmol/l auf jeden Fall behandeln lassen.
Aktive Vorbeugung betrifft jedoch auch Jüngere. In bestimmten Altersgruppen
nehmen rund 99 Prozent aller Frauen und etwa 97 Prozent aller Männer
zu wenig Folsäure auf. Über die Nahrung sind ausreichende Mengen
Folsäure nicht zu erhalten, wenn nicht lebenslang dunkelgrünes Gemüse
schon zum Frühstück gegessen wird. Um eine adäquate Versorgung mit
diesem so wichtigen Vitamin Folsäure und anderen essentiellen Mikronährstoffen
zu decken, wären etwa 600 Gramm Obst und Gemüse am Tag nötig. Das
ist aber im Alltag praktisch nur sehr schwer zu schaffen. Die gezielte
regelmäßige Zufuhr ist also ganz besonders wichtig. Als Richtwert
wird daher von Ärzten empfohlen, täglich individuell zwischen 0,4
mg und 2,5 mg Folsäure je nach Befund und Lebenssituation einzunehmen,
um die Zellgesundheit zu erhalten und sich vor der Entstehung vieler
Krankheiten frühzeitig zu schützen. Schwangere benötigen beispielsweise
mindestens 0,8 mg Folsäure.
Buchtipp: In dem Gesundheitsratgeber "Herz-Fit"
Nie mehr Herzinfarkt von Dr. med. Hermann Geesing (Herbig Verlag,
224 Seiten, 14,90 €) widmet sich der Autor auch dem Thema Homocystein.
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