Natürliche Senkung und Regulation des Homocystein-Spiegels      
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Natürliche Senkung und Regulation des Homocystein-Spiegels

Pathophysiologische Faktoren bei Hyperhomocysteinämie Biologische Therapie mit den Injektionslösungen Novirell® B1, B6, B12, Folarell® und Ascorell®

Die meisten Gewebeveränderungen und Komplikationen der Blutgefäße stehen sehr eindeutig mit einer gleichzeitig bestehenden Hyperhomocysteinämie in einem ätiologischen Zusammenhang. Wissenschaftliche Erhebungen haben aufgezeigt, dass erhöhte Homocysteinwerte einen signifikant höheren Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen darstellen. Die Anwendung der gefäßschützenden und spezifisch wirksamen Novirell®-B-Vitamine von Sanorell Pharma ist vor diesem Hintergrund ein wichtiger Therapieschwerpunkt.

Bereits die Ergebnisse der bis 1998 durchgeführten bekannten prospektiven, englischen Studie "British-United-Providen-Asscociation" (BUPA) mit 21.500 Männern über fast 9 Jahre lang, haben sehr eindeutig belegt, dass schon ein Anstieg des Homocysteins um
5 µmol/l das Risiko für eine Atherosklerose, insbesondere für die Koronare-Herzkrankheit (KHK) um 41% erhöht. Der normale Homocysteinspiegel sollte jedoch 10 µmol/l nicht überschreiten.

Eine Erhöhung des Homocysteins (Hyperhomocysteinämie) stellt auf Grund dieser und weiterer aktueller Forschungsergebnisse einen eindeutigen eigenständigen Risikofaktor der Gefäßsklerose dar. Im Grunde liegt hier für jeden Menschen, insbesondere aber für die vorbelastete Klientel der diabetischen Patienten ein besonders hohes Risikopotential. Neben dem bekannten Risikofaktor Cholesterin (LDL++), ist ein erhöhter Homocystein-Spiegel nach neuen Erkenntnissen ein weitaus gefährlicherer Verursacher für athero-sklerotische Gefäßprozesse und Knochenfrakturen. Bisher lassen sich bereits bis zu 30 Prozent aller Gefäßerkrankungen auf zu hohe Homocystein-Werte zurück führen. Auch das Risiko für weitere sklerosebedingte pathogene Mechanismen wie Diabetes mellitus, Osteoporose, Morbus Parkinson oder Demenz, steigt bei erhöhten Homocystein-Werten an. Aktuell diskutiert wird auch ein Zusammenhang bei der Entstehung von Karzinomen.

Homocystein beeinflusst die Stabilität der Knochenstruktur

Eine Hyperhomocysteinämie erhöht nicht nur das Risiko für Gefäßveränderungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern nach neuen Erkenntnissen auch für Knochenbrüche. Ein erhöhter Homocystein-Spiegel greift schädigend in den Knochenstoffwechsel ein: Die in der Knochenmatrix eingebundenen Kollagenbündel und die quer verbundenen netzartigen Stützstrukturen ("cross-links") werden entmineralisiert und geschwächt. Durch diese homocysteinbedingte Destabilisierung der "cross-links" kommt es zu einem Risikoanstieg für Knochenbrüche.

In diesem Zusammenhang wurde durch eine Studie 1) des "Zentrum für klinisches Bio-Engineering" der Universität San Antonio, USA an 36.000 Frauen festgestellt, das die Substitution von Calcium und Vitamin D allein keinen ausreichenden Frakturschutz bildet. Die Gruppe der ausschließlich mit Calcium u. Vit.D substituierten Frauen erlitt während der fünfjährigen Studiendauer im Durchschnitt erheblich mehr Knochenfrakturen als die Gruppe der zusätzlich mit B-Vitaminen und Folsäure versorgten und damit homocystein-kontrollierten Frauen. Auch die Wissenschaftler der "Havard Medical School Boston" wurden auf dieses Phänomen aufmerksam, als sie die Daten ihrer mehrjährigen Framingham-Studie 2) (2001-2005) auswerteten und analysierten. Sie konnten damit eindeutig einen Zusammenhang des Knochenbruch-Risikos mit der Höhe des Homocystein-Spiegels aufzeigen. Mittlerweile konnten auch holländische Experten dieses Ergebnis mit einer eigenen großangelegten Untersuchung 3) bestätigen.

Ouellenangabe:
1) (Jackson, R. New England Journal of Medicine- Nr. 350- 2004)
2) (Mc Lean, R.R. New England Journal of Medicine- Nr. 354- 2006)
3) (van Meurs, J.B.J. New England Journal of Medicine- 2005)

Bestätigung des Bruchfaktors Homocystein

Japanische Wissenschaftler haben in einer Doppelblind-Studie 4) den bisher einzigen anerkannten Parameter für Knochengesundheit getestet: Die Häufigkeit der Knochen-brüche. Um die bei 500 ausgesuchten Patienten bereits leicht erhöhten Homocystein-Spiegel zu senken, behandelten die Forscher eine Hälfte der Studienteilnehmer mit einem Vitamin-B-Komplex (B1,B6,B12) und Folsäure, während die andere Patientengruppe mit Placebos versorgt wurde. Innerhalb der Anwendungsdauer von 2 Jahren waren die Patienten in beiden Gruppen zwar gleich häufig gestürzt, in der supplementierten (Vitamin-B-Komplex) Gruppe war die Anzahl der mit einem Sturz verbundenen Knochenfrakturen jedoch signifikant niedriger. Überraschend war die insgesamt hohe Wirkpotenz der B-Vitamine auf den erhöhten Homocystein-Wert und damit auf die Stabilität der gesamten Knochenmatrix.

4) (Sato, Y. "Jama" Medicine-Journal?- Nr. 9- 2005)

Rechtzeitige Kontrolle

Spätestens ab dem 40. Lebensjahr sollte bei jedem Menschen die Homocystein-Konzentration im Blut kontrolliert und bei einem Wert über 10 µmol/l oder schwankenden Konzentrationen unbedingt behandelt werden. Aber auch bei jüngeren Altersgruppen können je nach Disposition und Lebensstil bereits erhöhte Werte vorliegen. Mittlerweile steht fest, dass fast 99 Prozent der Altersgruppe über 60 Jahre täglich zu geringe Mengen an B-Vitaminen und Folsäure aufnehmen. Eine ausreichende und sichere Versorgung mit diesen lebenswichtigen Vitaminen ist durch die tägliche "normale" Nahrungsaufnahme definitiv auf Dauer nicht zu erreichen. Die hohen Risiken und Folgeschäden einer Hyperhomocysteinämie macht eine Supplementierung dieser Vitalstoffe deshalb grundsätzlich erforderlich. Besonders bei bereits erhöhten Homocystein-Werten ist die Vitamin-Zufuhr durch Nahrungsmittel allein in keinem Fall mehr ausreichend. Die bewährten und optimal dosierten B-Vitamine von Sanorell Pharma Novirell® B1, Novirell® B6, Novirell® B12 und Folarell® sind für die wichtige Vorbeugung und besonders für die Senkung eines erhöhten Homocystein-Spiegels sehr geeignet.

Gefährlicher Mangel an B-Vitaminen

Bei einem erhöhten Homocysteinspiegel kommt es zu zytotoxischen Schädigungen der Gefäße im Sinne einer Endothel-Desquamation und einer vermehrten oxidativen Belastung mit Erhöhung der LDL- Lipidoxidation. Diese Abläufe führen zu degenerativen atherosklerotischen Gefäßprozessen und insgesamt negativen Auswirkungen auf die gesamte vaskuläre Hämostase.

Homocystein (Alpha-Amino-Gamma-Mercaptobuttersäure) entsteht als Metabolit der essentiellen Aminosäure Methionin, die als C1- Donator dient. Homocystein wird unter physiologisch normalen Bedingungen bei ausreichender Versorgung mit Folsäure und den Vitaminen B1, B6 und B12 remethyliert, wobei die Methylgruppe von der 5-Methyl-Tetrahydrofolsäure stammt und die B-Vitamingruppe als Coenzym fungiert. Homocystein kann zellulär eigenständig auch mit Hilfe der Pyridoxal-5-Phophat-abhängigen Enzyme zu Cystein abgebaut werden. Aber dieser Prozess kann nur bei einer ausreichenden Versorgung mit Folsäure und dem Vitamin-B-Komplex (Novirell® B-Vitamine Injektionslösungen) ausreichend ablaufen.

Sichere Ergebnisse bei der Bestimmung des Homocystein-Wertes

Besonders bei bestehendem Verdacht sollte der genaue Serumspiegel des Homocystein festgestellt werden. Genaue Wertbestimmungen empfehlen sich auch für eine länger-fristige Verlaufskontrolle, insbesondere im Zusammenhang mit einer Vitamin-B-Komplex Substitution.

Um realistische und unverfälschte Ergebnisse zu erhalten, sollten am Vortag der Blutent-nahme folgende Nahrungs- bzw. Genussmittel nicht in größeren Mengen konsumiert werden:

- Fleisch- Wurstwaren
- Fischprodukte
- Eier- und Milchprodukte
- Hülsenfrüchte und Weizenkeime
- Alkohol

Auch starke körperliche Anstrengungen sollten im Übermaß vermieden werden.

Mögliche Ursachen eines erhöhten Homocystein-Spiegels

Zu den auslösenden Faktoren einer Hyperhomocysteinämie und damit verbundenen sklerotischen Gefäßveränderungen, zählen nach bisherigen Erkenntnissen folgende Hauptursachen:

- Mangel an Vitamin B1, B6, B12 und Folsäure
- Diabetes mellitus
- chronische psychische und körperliche Stressbelastungen
- regelmäßiger Alkoholgenuss
- Nikotin
- Erkrankungen der Schilddrüse
- Nierenleiden
- Medikamente (z.B. chem. Antidiabetika*), Anti-Babypille)

*) Durch die Einnahme des oft verordneten Antidiabetikums Metformin wird der Homocysteinwert nach 10 Monaten um fast 14% erhöht, während der Vitamin B12-Spiegel um 17% abfällt.

Hypercysteinämie führt zu Gefäßschädigungen

Die durch zu hohen Homocystein-Werte verursachten Gefäßschäden können in die zwei Erkrankungsformen Mikro-Angiopathie und Makro-Angiopathie eingeteilt werden. Die Mikroangiopathie bezeichnet die Schädigungen im arteriellen Kapillarsystem (Arteriolen). Die Veränderungen der Gefäßwandstrukturen führt einerseits zu einer kompensatorischen Wandverdickung, andererseits erhöht sich aber die Permeabilität der Kapillaren. In fortgeschrittenen Stadien wird die Blutzirkulation in den besonders verengten Gefäßbereichen stark behindert und eingeschränkt. Durch die enorm gesteigerte Durchlässigkeit der Arteriolenwände ist die notwendige Trennung von Blut und Gewebeflüssigkeit nicht mehr gewährleistet.

Unter der Makroangiopathie wird die Atherosklerose der größeren Arterien verstanden. Die durch zu hohe Homocystein-Werte verursachte Makroangiopathie führt zum Beispiel auch als eine Spätfolge der Zuckerkrankheit zu den häufigsten Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Sie sind die Haupt-Todesursache bei Typ 2-Diabetikern. Die Atherosklerose entwickelt sich hier oft in den Arterien der Extremitäten (Arme und Beine) und kann schrittweise beginnen (Claudicatio intermittens) oder zu einem vollständigen Gefäßverschluss führen.

Die naturheilkundliche Behandlung und gezielte Vitaminsubstitution

Novirell® B1 50 mg Vitamin B1 Injektionslösung
Novirell® B6 25 mg Vitamin B6 Injektionslösung
Novirell® B12 1 mg Vitamin B12 Injektionslösung
Folarell® 5 mg Folsäure Injektionslösung

Der aktuelle praxisbezogene Erfahrungshintergrund zeigt die Notwendigkeit einer effektiv und verlässlich wirksamen gezielten Nährstoffversorgung für einen stabilen Homocystein-Wert sehr deutlich. Der Patient ist in diesem Zusammenhang durch viele vermeidbare Folgeerkrankungen gefährdet. Die Folgen einer unbehandelten Hyperhomocysteinämie sind in jedem Fall schwerwiegend, weil sie ein sehr großes Schädigungspotential für die Blutgefäße und Knochen haben.

Um das Gesamtrisiko zu verringern, hat die Verhinderung und Ausschaltung der synergistischen, gefäßschädigenden pathogenen Komponenten einen außerordentlich hohen therapeutischen Stellenwert. Besonders für ein kausales, naturheilkundlich ausgerichtetes Behandlungskonzept, ist die homocysteinsenkende Therapie ein unverzichtbarer Schwerpunkt. Die Novirell® B-Vitamine Injektionslösungen sind in besonderer Weise dazu geeignet, atherosklerotische Gefäßprozesse und eine Schwächung der Knochenstruktur effektiv und spezifisch wirksam zu verhindern und aufzuheben. Sie ermöglichen ein insgesamt weites Indikationsfeld. Die Anwendung dieser Vitamin-Präparate von Sanorell Pharma hat daher auch einen Präventivcharakter. Es geht dabei um die Beseitigung der durch zu hohe oder instabile Homocystein-Werte ausgelösten multifaktoriellen Belastungen und Regulationseinschränkungen innerhalb des Körpergrundsystems. Für den Patienten bedeutet dieser Schutz vor den Folgen eines bereits erhöhten Homocystein-Wertes, eine lohnende Investition in die eigene Gesundheit.

Novirell® B1 50 mg Vitamin B1 Injektionslösung

- Thiaminhydrochlorid

Funktion und Wirkung

- Vitamin B1 wird begleitend bei der natürlichen Regulation des Homocysteins und damit des Gefäßschutzes seit vielen Jahren mit großem Erfolg eingesetzt. Aber auch für die Prophylaxe und Behandlung der bei zuckerkranken Patienten sehr verbreiteten diabetischen Polyneuropathie ist die Substitution dieses B-Vitamins sehr wichtig und wirksam. Durch die diabetische Hyperglykämie erhöht sich die mitochondrale Produktion von Radikalmolekülen besonders stark. Freie Radikale hemmen das Enzym Glycerin-3-Phosphat-Dehydrogenase und führen dadurch zu einem Rückstau von Triosephosphaten (Glycerin-3-Phosphat) und weiteren vorgeschalteten Metaboliten der Glykolyse. In Folge kommt es zur Bildung von AGEs (advanced glycolisation endproducts). AGEs beschleunigen die Arteriosklerose, reduzieren die Stickoxidsynthese und lösen endotheliale Dysfunktionen aus. Die protektive Wirkung von Vitamin B1 (Thiamin) ist auf seine Wirkung als Coenzym der Transketolase (Pentose-Phosphat-Synthese) zurück zu führen. Die Substitution von Vitamin B1 steigert die Aktivität der Transketolase, so dass Triosephosphate und Fructose-6-Phophat beschleunigt in Ribose-5-Phosphat umgebaut werden. Vitamin B1 verringert damit den bei Diabetes vorhandenen Abbau von Glucosemetaboliten zu gefäßzerstörenden Schadsubstanzen.

- Vitamin B1 wird international wegen seines Schwefelgehaltes als "Thiamin" bezeichnet. Es wird hauptsächlich im Duodenum resorbiert und so dem Blutkreislauf zugeführt. Die Resorption kleinerer Anteile geschieht zusätzlich bereits in der Magenschleimhaut und anderen Darmabschnitten. Vitamin B1 wird für den Bluttransport größtenteils an die Erythrozyten gebunden. Nur eine kleinere Menge wird an Albumin gebunden transportiert (ca. 15%). In den Muskelzellen und der Leber erhält das Thiamin seine biologisch wirk-same Form: Durch die Thiaminkinase kommt es zur Umwandlung in das zellaktive Thiamin-diphosphat (lipidlösliches Vit. B1-Derivat = Benfotiamin). In dieser Form ist das Vitamin innerhalb des zellulären Zitronensäurezyklus als Energieerzeuger und Regulator des Homocysteins, so wie als Neuralkatalysator und Nervenvitamin wirksam.

Gesamttherapeutische Verwendung:

- Unterstützende Therapie bei Hyperhomocysteinämie
- Funktionsstörungen des Zuckerstoffwechsels (Diabetes mellitus)
- Diabetische Polyneuropathie
- Myalgien, Parästhesien, Lähmungen, Nervenirritationen (Polyneuritis)
- Herzfunktionsstörungen (Beklemmungsgefühl, Atemnot)
- Neuralsymptomatiken bei bereits vorhandenen Erkrankungen
- Psychische Veränderungen: Depressionen, Gedächtnisschwund
- Antriebslosigkeit
- Muskelschmerzen, Muskelschwäche
- Herabsetzung der Körperreflexe
- Nervenentzündungen

Anwendung und Dosierung:

Die Dosierung kann dem Einzelfall entsprechend unterschiedlich sein.
In der Regel werden 3x wöchentlich bis maximal 1x täglich 50 mg - 100 mg (1-2 Amp.) Novirell® B1 Injektionslösung entweder intramuskulär oder langsam intravenös injiziert.

Die Anwendungsdauer ist von dem jeweiligen Beschwerdebild abhängig. Das Präparat ist, wie auch die anderen erläuterten Vitamin-B-Injektionslösungen bei Hyperhomocysteinämie, für eine fast immer notwendige Dauermedikation geeignet.

Novirell® B6 25 mg Vitamin B6 Injektionslösung

- Pyridoxinhydrochlorid (PLP)

Funktion und Wirkung

- PLP ist das Coenzym von mehr als 50 bisher bekannten, wichtigen enzymatischen Re-aktionen innerhalb der Synthese und des Abbaus von Glucose, Proteinen, Aminosäuren, Lipiden und Nukleinsäuren. Gleichzeitig beschleunigt es die Umwandlung von Homocystein zu Cystein. Auch für den Abbau von Glykogen kommt dem Vitamin B6 eine große Bedeutung zu. Diese beiden Faktoren sind für die Prophylaxe und Behandlung der Hyperhomocysteinämie und der mit ihr verbundenen Folgeerkrankungen wie zum Beispiel der atherosklerotischen Gefäßschädigungen, der diabetischen Neuropathie und Instabilität des Knochensystems von sehr hohem therapeutischem Wert.

- Vitamin B6 setzt sich aus den drei Derivaten Pyridoxal, Pyridoxamin und Pyridoxin zusammen. International wird es ausschließlich unter der Bezeichnung "Pyridoxin" geführt. Pyridoxalphosphat (PLP) und Pyridoxaminphosphat (PMP) sind als Coenzyme aktiv. Alle als Vitamin B6-wirksamen Verbindungen können im Stoffwechsel ineinander umgewandelt werden. Im Blutplasma ist Vit. B6 zu etwa 60% in Form von PLP enthalten, zu 15% als Pyridoxol und zu 14% als Pyridoxal. Es ist größtenteils an Albumin gebunden. In den Erythrozyten haftet PLP am Hämoglobin und seine Konzentration ist dort etwa 5 Mal höher als im Plasma. Der Gesamtkörperbestand an Vitamin B6 beträgt etwa 100 mg, verteilt auf verschiedene Organe und das Gewebe. Den höchsten Gehalt hat die Leber, die eine zentrale Rolle für den Metabolismus dieses Vitamins hat. Die weiteren Vitaminanteile sind im Gehirn, den Nieren, der Milz und der Skelettmuskulatur enthalten.

- Die gezielte Aufnahme von Vitamin B6 durch Novirell® B6 Injektionslösung sorgt durch die Herabsetzung des Homocystein-Spiegels und die Optimierung des Bindegewebstoff-wechsels für eine Stabilisierung und Schutzwirkung der Gefäßinnenwände. Vitamin B6 verringert darüber hinaus auch die Ausscheidung von Oxalsäure über die Nieren und beugt damit einer Ausfällung und Kristallisation sowie Nierensteinen vor.

Gesamttherapeutische Verwendung:

- Unterstützende Therapie bei Hyperhomocysteinämie
- Diabetes mellitus
- Störungen des Eiweißstoffwechsels
- Nervenentzündungen
- Kopfschmerzen, Migräne
- Depressionen und Reizbarkeit
- Nervosität und Unruhezustände
- Entzündungen der Mundschleimhäute
- Konjunktivitis
- Karpaltunnel-Syndrom (Nervenkompression im Handgelenk)
- Nierensteinprophylaxe

Anwendung und Dosierung:

Die Dosierung kann dem Einzelfall entsprechend unterschiedlich sein. In der Regel werden 3 mal wöchentlich bis max. 1 mal täglich 25 mg (1 Ampulle) Novirell® B6 Injektions-lösung entweder intramuskulär oder langsam intravenös injiziert. Die Anwendungsdauer ist von dem jeweiligen Beschwerdebild abhängig.

Novirell® B12 1 mg Vitamin B12 Injektionslösung

- Cyanocobalamin

Funktion und Wirkung

- Neben den verschiedenen anderen Syntheseprozessen, ist auch die Übertragung von Methylgruppen cobalaminabhängig. Der Methylgruppentransfer bei der Synthese des Methionins aus Homocystein durch die Homocysteinmethyltranferase, geschieht mit Hilfe des enzymgebundenen Methylcobalamins als Coenzym, wobei die Methyltetrahydrofol-säure umgesetzt wird. Dieser Prozess ist eine der wichtigsten Stoffwechselleistungen im menschlichen Organismus (C1-Gruppenübertragung).

- Für die zwingend notwendige Reduktion des erhöhten, gefäßschädigenden Homocysteins ist deshalb eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 sehr wichtig. Liegt ein Vitamin B12-Mangel vor, so ist auch der Folsäurestoffwechsel durch eine inaktive Homocystein-Methyltransferase blockiert. In dieser Situation findet sich ein erhöhter Serumfolsäure-spiegel, da auch die intrazelluläre Folataufnahme cobalaminabhängig ist, mit einer gleich-zeitigen Folatverarmung in allen Zellen.

- Vitamin B12 setzt sich aus verschiedenen Kobaltverbindungen zusammen und hat die Sammelbezeichnung "(Cyano-) Cobalamin". Aus der Nahrung wird es im gesunden Magen freigesetzt und im Duodenum an den Intrinsic-Faktor (IF) gebunden. Bei fehlendem IF (z.B. bei Magenfunktionsstörungen) sollte Vitamin B12 injiziert werden. Bei Aufnahme größerer Vitamin B12-Mengen wird ein Teil passiv resorbiert.

Nach der Lösung aus dem IF-Cobalamin-Komplex wird es von den Gewebezellen aufge-nommen und anschließend wieder in Form von Cobalamin ausgeschüttet. Etwa 60% des Gesamtcobalamins befinden sich in den Leber- und Muskelzellen. Das Vitamin wird vom Organismus innerhalb des Zellstoffwechsels als lebenswichtiger Cofaktor eingesetzt, der fast alle Enzymsysteme unterstützt und koordiniert. Besonders die Fettsäure- und Kohlenhydratsynthese ist weitgehend von Vitamin B12 abhängig. Ebenso werden der optimale Aufbau der Nervengewebezellen und die blutbildenden Zellkörpersysteme erst durch dieses Vitamin ermöglicht.

- Neben der wichtigen Regulation der Homocystein-Werte ist die Substitution von Vitamin B12 mit Novirell® Vitamin B12 Injektionslösung auch aufgrund seiner nervenspezifischen schutzregulativen Ausrichtung notwendig und sinnvoll. Auch für die Behandlung und Vorbeugung der "diabetischen Neuropathie", als einer typischen Spätfolge der Zuckerkrankheit ist es hervorragend geeignet.

Gesamttherapeutische Verwendung:

- Hyperhomocysteinämie
- Diabetes mellitus
- Parästhesien in Händen und Füßen (Kribbeln)
- Sensibilitätsstörungen der Nerven
- Störungen der Eiweiß- und Nukleinsäuresynthese
(Myalgien, Spasmen, Irritationen von Geweben mit hoher Zellteilungsrate)
- Nervosität, Unruhe
- Schlafstörungen
- Gelenkbeschwerden
- Reiz- und Entzündungszustände des gesamten Bewegungsapparates
- Nervenentzündungen
- Ischialgien
- Perniziöse Anämie (Unreife Erythrozyten), Hautblässe
- Symptome der perniziösen Anämie:
Haut- bzw. Schleimhautblässe, Zungenbrennen, Antriebslosigkeit,
- Schwindelgefühl

Anwendung und Dosierung:

Zu Behandlungsbeginn wird in den ersten Wochen 1 Ampulle Novirell® B12 Injektions-lösung (1 ml = 1 mg Cyanocobalamin) zweimal wöchentlich intramuskulär injiziert. Die langsame intravenöse oder auch subcuta-ne Injektion ist eben so möglich. Die Anwen-dungsdauer ist von dem jeweiligen Beschwerdebild abhängig. Das Präparat ist für die fast immer notwendige Dauermedikation geeignet.

Mischung der Novirell® Vitamin B-Injektionslösungen mit anderen Arzneimitteln

Jeweils 1 Ampulle Novirell® B1, B6 oder B12 Injektionslösung kann mit 1 Ampulle Folarell® und/oder 1 Ampulle Ascorell® als Mischinjektion angewendet werden.

Folarell® 5 mg Folsäure Injektionslösung

- Pteroylglutaminsäure (Folsäure)

Funktion und Wirkung

- Folsäure selbst ist nicht biologisch aktiv, sondern die Tetrahydrofolsäure (THF) und deren Derivate, die unter Beteiligung von Ascorbinsäure im Organismus entstehen. Sie ist die wichtigste coenzymatische Reaktionsform. Folsäure ist damit auch von fundamentaler Bedeutung für die Synthese von Nukleinsäuren, für die Bildung von Blutzellen, für die Meta-bolisierung der Aminosäuren so wie für die Remethylisierung von Homocystein zu Methionin und THF. Da Folsäure den Aufbau und insbesondere den Abbau von Homocystein im Eiweißstoffwechsel im biochemischen Verbund mit den Vitaminen B6 und B 12 reguliert, hat sie für alle atherosklerotischen Schadprozesse und endothelialen Dys-funktionen eine besonders große Schutz- und Heilfunktion.

- Für die natürliche Regulation des Homocysteins ist die Supplementierung von Folsäure in Verbindung mit den B-Vitaminen wie sie durch die Novirell® Vitamin B-Injektionslösungen zur Verfügung stehen, ein basistherapeutisches Heilsystem. Folsäure, früher als Vitamin B9 oder auch Vitamin M bezeichnet, setzt sich chemisch aus einem Pteridinring zusammen, an den p-Aminobenzoesäure gebunden ist, die peptidartig mit Glutaminsäure in Verbindung steht. Die chemische Bezeichnung ist Pteroylglutaminsäure (PteGlu). Folsäure ist auf alle Gewebe des Körpers verteilt. Das wichtigste Speicherorgan ist die Leber, die etwa die Hälfte des Gesamtkörperbestandes von 12 mg - 17 mg enthält. In den Erythrozyten ist die Konzentration von Folsäure etwa 40fach höher als im Blutserum.

Gesamttherapeutische Verwendung:

- Hyperhomocysteinämie
- Arteriosklerose
- Diabetes mellitus
- Neuropathien
- Magen-Darm-Erkrankungen
(Morbus Crohn, Colitis ulcerosa u.a.)
- Immunschwäche
- Psych. Stimmungslabilität
- Konzentrationsstörungen
- Schlafstörungen

Anwendung und Dosierung:

Die Injektion soll intramuskulär oder intravenös erfolgen. In der Regel reicht für die Pro-phylaxe und Therapie die Injektion einer Ampulle Folarell® 5 mg Folsäure Injektions-lösung im Abstand von 2 Tagen aus. Die Anwendungsdauer ist von dem jeweiligen Be-schwerdebild abhängig. Für die Regulation des Homocystein-Spiegels sollte jedoch eine Dauermedikation vorgenommen werden (ca. 2-3 Monate).

Mischung von Folarell® mit anderen Arzneimitteln

Jeweils 1 Ampulle Folarell® kann mit 1 Ampulle Ascorell® und/oder je 1 Ampulle Novirell® B1, B6 oder B12 In-jektionslösung als Mischinjektion angewendet werden.

Ascorell® 500 mg L-Ascorbinsäure (Vitamin C) Injektionslösung

Funktion und Wirkung

Vitamin C ist an einer besonders großen Anzahl zellkatalytischer Grundprozesse beteiligt. Die Auflistung dieser zahlreichen biologischen Reaktionen, Synthesen und Funktionen ist im Rahmen dieses Fachbeitrages jedoch nicht möglich.

- Für die notwendige Senkung und Normalisierung des erhöhten Homocystein-Spiegels ist die L-Ascorbinsäure im Zusammenspiel mit der Folsäure ein elementarer Wirkfaktor. Die durch die Beteiligung von Vitamin C aus der Folsäure synthetisierte Tetrahydrofolsäure (THF), stellt innerhalb der körpereigenen Homocystein-Regulation ein schwerwiegendes katalytisches Element dar. Sie ist daher auch die eigentliche coenzymatische Reaktionsform der Folsäure.

- Darüber hinaus bewirkt die Zufuhr von L-Ascorbinsäure einen nachgewiesenen Schutz vor kardio-vaskulären Erkrankungen wie der KHK, dem Herzinfarkt und dem Schlaganfall.

- Vitamin C fördert die Ausbildung und Reifung der hyalinen Knorpelsubstanz in den Gelenken. Das Vitamin regt die Produktion von Hyaluronsäure an. Sie ist Hauptbestandteil aller Knorpel- und Sehnenstrukturen und sorgt für ihre ausreichende optimale Zugfestigkeit und Elastizität.

- Im Bereich der Blutgefäße sorgt Vitamin C für den Aufbau einer belastbaren Gefäßwand und für eine Verhinderung gefäßsklerotischer Prozesse.

- Neben diesen therapeutischen Schwerpunkten, stärkt L-Ascorbinsäure das Immunsystem, eliminiert schädigende Radikalmoleküle und fördert die geistige Aktivität.

Durch die Anwendung der Ascorell® Injektionslösung kann der Körper mit diesem wichtigen Vitamin in ausreichenden Mengenanteilen sehr effektiv versorgt werden.

Anwendung und Dosierung:

Die Injektion hat intravenös zu erfolgen. Pro Tag 100 mg bis 500 mg (entsprechend 1 ml bis 5 ml Ascorell® Injektionslösung), Kinder 5 mg bis 7 mg Ascorbinsäure/kg KG pro Tag

Literaturhinweise:

"Energie und Schutz"-Fakten und Perspektiven der biologischen Medizin
Gian Paolo Littarru, Verlag Medical Service, Bad Homburg

"Praxis der Orthomolekularen Medizin"
Irmgard Niestroj, Hippokrates Verlag

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